Parodontologie

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Wie man es erkennt 

Es handelt sich um eine Zahnfleischentzünding. Am Anfang stehen Rötung und Schwellung , Zahnfleischbluten und Mundgeruch. Die Ursache sind Bakterien auf der Zahn- und Wurzeloberfläche.

Als Folge dieser Entzündung baut sich der Knochen, der die Zahnwurzel umgibt, immer weiter ab. Im fortgeschrittenen Stadium werden Zähne locker und schließlich kommt es zum Zahnausfall.

Die Parodontitis (oder im Volksmund oft fälschlicherweise als Parodontose bezeichnet) ist eine bakterielle Infektionserkrankung der zahnumgebenden Weichgewebe und des Knochens (gesamter Zahnhalteapparat). Ursache für eine Parodontitis sind Bakterien, die sich zwischen Zahn und Zahnfleisch ansammeln. Werden diese bakteriellen Beläge (Plaque) nicht durch gründliche Reinigung mit Zahnbürste und Zahnseide entfernt, bilden sie einen harten, höckerigen Belag (Zahnstein). Mit der Zeit kommt es zur Rötung, Schwellung und Blutungsneigung des Zahnfleisches. Wird dies nicht behandelt, kann diese Entzündung die Fasern, die die Zähne mit dem Kieferknochen verbinden, zerstören und im weiteren Verlauf zum Knochenabbau führen.

Diese entzündliche Krankheit ist in den meisten Fällen chronisch und ist oftmals nicht schmerzhaft; daher nehmen sie viele Patienten häufig erst wahr, wenn es schon zu spät ist und Zähne gelockert sind oder sogar schon ausfallen.


Eine Früherkennung dieser Krankheit ist also sehr wichtig, denn die eigenen Zähne ein Leben lang gesund zu erhalten ist oberste Priorität in einer modernen patientenorientierten Zahnheilkunde. Der erste Schritt zur Erkennung ist der Gang zum Zahnarzt, anhand eines „Parodontalen Screening Index“ (PSI-Code) kann durch Taschentiefenmessung und Erhebung von Reizfaktoren (z.B. Zahnstein) eingeschätzt werden, ob ein Patient an Parodontitis leidet. Diese Untersuchung wird bereits seit 2004 auch von den gesetzlichen Krankenkassen alle 2 Jahre übernommen.

In einem zweiten Schritt werden unter örtlicher Betäubung die Wurzeloberflächen und Zahnfleischtaschen von bakteriellen Belägen befreit sowie die Wurzeloberflächen geglättet um eine erneute Anlagerung zu erschweren. Diese Behandlung erfolgt völlig schmerzfrei und geschieht mittels einer minimalinvasiven Ultraschallbehandlung. Im Anschluss daran erfolgen mehrere kurze Nachbehandlungstermine in Wochenabständen. Nach Abheilung strafft sich das Zahnfleisch wieder, bekommt seine hellrosa Farbe zurück und Entzündungszeichen, wie Zahnfleischbluten werden reduziert. Verloren gegangener Knochen kann so nicht mehr zurück gewonnen werden, aber der Knochenabbau wird bestenfalls ganz gestoppt.

Nachsorge

Wichtig ist, wer einmal eine Parodontitis hat, behält ein erhöhtes Risiko sein Leben lang. Daher bitten wir die Patienten nach erfolgreich abgeschlossener Parodontitistherapie im ersten Jahr alle 3 Monate zu einem Kontrolltermin mit Erhebung der Hygiene und Entzündungsparameter. So kann schnell eingegriffen werden, sollten sich erste Anzeichen einer erneuten Entzündung zeigen. Nach dem ersten Jahr werden individuell auf das Risiko des einzelnen Patienten angepasste Abstände zwischen den Kontrollterminen (sogenannter Recall) mit ihm vereinbart.